Bei den Notebookherstellern scheint das Rennen nun endgültig eröffnet zu sein, denn so viele Typen wie zurzeit waren wohl noch nie auf dem Markt. Ganz stark im Kommen sind die Minis – die Netbooks. Es bietet sich also an, einmal zu vergleichen, was die „Kleinen“ im Vergleich zu den „Großen“ bringen, und ob sich der oft preisgünstigere Einkauf eines Netbooks wirklich lohnt.

Acer Aspire 7730G – der Goliath


Dank des Intel Prozessor Core 2 Duo P7350 beeindruckt der Acer Aspire sofort durch das hohe Arbeitstempo und die 4 GB Arbeitsspeicher lassen auch mit Windows Vista noch ausreichend Speicherraum für typische Officeaufgaben, Bildbearbeitung und sogar Actionspiele. Diese werden übrigens ohne Probleme und lästige Bildhackler ausgeführt. Bei all der Leistung läuft das „Acer Aspire 7730G“ dennoch erstaunlich leise. Im „lockeren“ Betrieb ist es eigentlich kaum zu hören, bei Volllast läuft es merklich lauter, dennoch nicht wirklich störend oder gar unerträglich laut.

Ein wenig enttäuschend ist die Laufzeit des Akkus im mobilen Betrieb. Nach ca. 2 Stunden Betriebszeit muss der „Acer Aspire 7730G“ wieder an die nächste Stromquelle. Hier wünscht man sich einen leistungsstärkeren Akku. Doch zwei Festplatten mit ca. 600GB, der wirklich gute DVD-Brenner und ein Bildschirm mit 43cm-Bilddiagonale, (17“) wiegen den Akku-Manko wieder auf. Der Bildschirm selbst verfügt grundsätzlich über eine gute Bildqualität, leider ist er nicht entspiegelt und so wer sein Büro im Sommer nach draußen verlegen möchte oder an einem sehr hellen Arbeitsplatz sitzt, wird die Spiegelungen als lästig empfinden.

Toll für die Bedienung, vor allem für jene, die vom „normalen“ PC auf Notebook umsteigen ist die Aufteilung der Tastatur nach Buchstaben- und Ziffernblock. Dies lässt gerade zahlenlastige Arbeiten nur so „von der Hand gehen.“ Davon abgesehen bietet der Acer Aspire Internetkamera, Sensor für Fingerabdruck und HDMI-, sowie VGA-Anschluss für den TV-Gebrauch. Bis auf die geringe Laufzeit, erhält man also mit dem „Acer Aspire 7730G“ einen richtig guten „Arbeiter“, aber auch „Spielgefährten“.

LG X110 – LA7SAG – der David

Auch der „Kleine“ von LG ist mit einem Intel-Prozessor ausgestattet, dem „Atom-Prozessor“. Doch der „LG X110 - LA7SAG“ verfügt nur über 1GB Arbeitsspeicher und eine Festplatte mit 160 GB, von denen ca. 149GB nutzbar sind. Auch wenn das Mini-Notebook nicht wirklich mit Akku-Laufzeit oder geringer Lautstärke wirklich glänzen kann, die Laufzeit liegt bei ca. 1,5 Stunden und wenn es arbeitet, hört man es auch arbeiten, so bringt es dennoch eine erstaunliche Menge an Extras mit: für den Internetzugang stehen WLAN und Netzkabel zur Verfügung, VGA-Anschluss, Buchsen für Mikrofon und Kopfhörer und eine Webcam gehören auch dazu. Das Beste allerdings ist der ca. 25cm-Bildschirm. Der ist nämlich entspiegelt und stellt Grafiken, Schriften und Fotos in guter Qualität dar. Die Tastatur ist relativ breit gehalten und damit wirklich gut zu bedienen.

Fazit: im direkten Vergleich geht hier der Punkt erst einmal an den „Goliath“. Doch das Mini-Notebook „LG X110 – LA7SAG“ versucht und kann auch ganz gut, in seinem begrenzten Rahmen, mithalten. Wer allerdings etwas Leistungsstarkes unter den Notebooks sucht und auch vielfältigere und anspruchsvollere Arbeiten zu bewältigen hat, dem sei doch das „Acer Aspire 7730G“ empfohlen.