15 Mai
von admin - Kategorie: Vergleiche
Unter dem Klassen-Namen Portégé vertreibt der japanische Notebook-Produzent Toshiba bereits seit dem Jahr 2000 Geräte, die allesamt ein durchdachtes Design mit einer ultra-kompakten Bauweise und einem klaren Fokus auf den mobilen Einsatz verbinden.
Mit dem kürzlich vorgestellten Portégé M750-112 bringt Toshiba nun das erste Gerät der neuen Reihe Portégé M750 auf den deutschen Markt. Bemerkenswert am neuen Portégé ist vor allem sein Doppelleben als Formwandler: Das Gerät lässt sich wie gewohnt als klassischer Laptop benutzen, doch mit einem Dreh des gelenkigen Bildschirms wird aus dem M750-112 ein Tablet-PC: Der Bildschirm verdeckt nun Tastatur und Trackpad, die Eigabe erfolgt direkt auf dem berührungsempfindlichen Display.
Dem gleichen Prinzip der Wandelbarkeit, das auch als "Convertible" beschrieben wird, folgt auch das neue Latitude XT2 von Dell: Auch hier lässt sich das Gerät mit einem Handgriff vom klassischen Laptop in einen Tablet-PC verwandeln, der dann z.B. bequem auf einem Arm gehalten und mit der anderen Hand bedient werden kann.
Beide Geräte unterstützen im Tablet-PC Modus die Eingabe sowohl über eine einfache Berührung mit dem Finger als auch über einen mitgelieferten Stift, der eine feinere Auswahl erlaubt. Dabei erkennen sie, wann der Stift zum Einsatz kommt und ignorieren dabei die Bewegungen von Hand und Fingern, sodass ein bei der Eingabe per Stift auf den Bildschirm abgelegter Handballen nicht zu unerwünschten Eingaben führen kann.
Im Unterschied zum Portégé M750 erkennt das Latitude XT2 auch mehrere gleichzeitige Berührungen mit verschiedenen Fingern. Diese als Multi-Touch bekannte Funktion erlaubt neben klassischen Aktionen wie Berühren, Verschieben und Antippen auch komplexere Gesten mit mehreren Fingern, die z.B. zum Durchblättern von Text oder zum Rotieren von Bildern benutzt werden können.
Mit einer Diagonale von 12,1 Zoll und einer Auflösung von 1280x800 Pixeln sind die Bildschirme ansonsten gleichwertig. Allerdings bietet Dell optional eine Hintergrund-Beleuchtung über LED-Elemente an. Diese verbrauchen weniger Strom als die klassischen Kaltkathoden und schonen damit den Akku, was sich auf die Laufzeit auswirkt.
Im Inneren der Gräte werden die Unterschiede zwischen Latitude XT2 und Portégé M750-112 schon deutlicher: Toschiba setzt auf den Centrino 2 Prozessor P8600 von Intel, dessen zwei Rechenkerne mit einer Leistung von jeweils 2,4 GHz rechnen, während Dell die Ultra-Low-Voltage Varianten
SU9300 und SU9400 der Core 2 Duo Reihe verbaut. Diese rechnen mit 1,2 bzw. 1,4 GHz zwar langsamer als der P8600, verbrauchen dafür aber auch deutlich weniger Strom und erlauben so einen längeren Akku-Betrieb.
Trotz des an sich leistungsstärkeren Prozessors verbaut Toshiba im Portégé M750-112 nur DDR-2 RAM. Dieser unterscheidet sich vom DDR3-RAM, der im Latitude XT2 verbaut wird, in erster Linie durch eine höhere Zugriffszeit. Der Portégé kann maximal 4GB Arbeitsspeicher aufnehmen, beim XT2 ist 1GB bereits fest aufgelötet - zusätzlich können bis zu 4GB nachgerüstet werden, womit der XT2 auf einen maximalen Arbeitsspeicher von 5GB kommt.
Beide Geräte, das macht schon allein die Auslegung als Tablet-PC deutlich, sind in erster Linie für den mobilen Einsatz gedacht. Daher ist es kaum verwunderlich, dass sowohl Dell als auch Toshiba den Aktuellen WLAN-Standard Draft-N unterstützen, mit dem eine WLAN-Verbindung mit einer Geschwindigkeit von bis zu 248 Mbit pro Sekunde möglich wird.
Doch auch für den Zugang zum Internet außerhalb der Reichweite einer WLAN-Station sorgen beide Hersteller vor: Sowohl der Latitude XT2 als auch der Portégé M750-112 unterstützen UMTS, den derzeitigen Standard für den mobilen Internetzugang über das Mobilfunknetz. Auch die Erweiterung HSPA, die die Geschwindigkeit in Gebieten mit entsprechender Netzabdeckung auf bis zu 7,2 MBit pro Sekunde erhöht, wird von beiden Herstellern unterstütz. Damit eigenen sich Latitude XT2 und Portégé M750-112 gleichermaßen dazu, auch mobil mit DSL-Geschwindigkeit ins Netz zu gehen, Webseiten dazustellen und Emails abzurufen - einen entsprechenden Vertrag mit einem Mobilfunkanbieter und eine gute Netzabdeckung vorausgesetzt.
Doch die beste Anbindung nutzt wenig, wenn der Akku bereits nach kurzer Zeit aufgibt. Dessen sind sich durchaus beide Hersteller bewusst: Das Portégé M750-112 bringt es immerhin auf eine Akku-Laufzeit von bis zu fünf Stunden. Durch den Einsatz eines stromsparenden Prozessors und der Hintergrundbeleuchtung über LED-Elemente bringt es der Latitude XT2 mit dem optionalen 6-Zellen-Akku jedoch auf 11 Stunden Laufzeit.
Während also beide Geräte an sich für den Einsatz unterwegs optimal gerüstet sind, werden gerade Benutzer, die auch längere Zeit unabhängig von Steckdosen sein möchten, zum XT2 mit LED-Hintergrundbeleuchtung und 6-Zellen Akku greifen.
Der Toshiba Portégé M750 ist ab 2200€, der Dell Latitude XT2 ab 1725€ verfügbar. Allerdings bietet Dell zahlreiche Möglichkeiten an, das Gerät zu erweitern - z.B. durch einen leistungsstärkeren Akku. Diese wirken sich natürlich zusätzlich auf den Preis aus, der daher wohl in der Regel etwas höher ausfallen dürfte.
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